Dichthalten

Dichthalten ist in vielen Situationen des täglichen Lebens absolut angesagt und auch empfehlenswert!

Zum Beispiel wenn in Kindheitstagen die Mama das Alibi der großen Schwester oder des älteren Bruders bezüglich der leer gefutterten Keksdose überprüfen wollte – da war dichthalten angesagt, wollte man nicht wenig später als "Petze" von eben dieser Schwester ⁄ diesem Bruder zur Strafe für die treulose Plauderei kopfüber in die Papiertonne gestopft werden.

Später wünschte man sich von der Luftmatratze, die seit dem letzten Festivalbesuch von vor Jahren im Keller lag, dass sie beim Campingausflug am Wochenende dichthalte – nur um dann beim nächtlichen Wieder-und-wieder-und-wieder-Aufpumpen müde fluchend festzustellen, dass sie das nur noch mäßig bis gar nicht hinkriegte…

Oder wenn man als engagierter Vater den unvergesslichen Vater-Kind-Erlebnistag perfekt durchgeplant hatte: Eintrittskarten für den Streichelzoo? – check! Kinderwagen? – check! Fläschchen? – check! Schnuller? – check! Kind? – check! Eigentlich konnte nichts schiefgehen. Tja, eigentlich! Denn nach einiger Zeit begann der Junior streng zu riechen und Papi musste geknickt feststellen, dass er die Windeln vergessen hatte und von nun an darauf hoffen, dass das vorhandene Wickelwerk irgendwie dichthalten und den Tag äberstehen würde.

Am vergangenen Wochenende ist fär mich nun die Erkenntnis dazu gekommen, dass auch Bettwäsche dichthalten kann. Oder besser gesagt: Man sollte darauf achten, dass der Bettbezug „dicht“ ist, bevor man ihn zusammen mit den Kopfkissenbezügen und den Spannlaken aus der Waschmaschine in den Trockner räumt. Tut man das nicht, fängt er schon nach den ersten Umdrehungen an die kleineren Stoffteile aufzufressen, sowie Pacman die kleinen weißen Punkte im Videospiel, um den Highscore zu knacken. Njam njam njam… Das Problem dabei ist, dass der Feuchtigkeitssensor des Trockners deswegen schon nach kurzer Zeit den Feierabend einläutet, weil sich ja die ganze zu messende Feuchtigkeit im Inneren des Bettbezugs befindet! Wenn man dann, wie ich, das Ergebnis dieses Schauspiels erst am nächsten Tag aus der Maschine nimmt und sich noch kurz fragt, ob man statt „Aprilfrische“ doch eher „nasser Hund“ zur Wäsche dazugegeben hat, stellt man doch relativ schnell fest, dass man in der Lotterie des Lebens einen Bonus-Waschtag gewonnen hat und von vorn anfangen darf! Also alle nassen Punkte aus Pacman raus schütteln und wieder rein in die Waschmaschine… Es soll ja Leute geben, denen sowas Spaß macht – ich zähle mich da eher nicht zu.

Also – ganz wichtig! – alle Knöpfe oder Reißverschlüsse zu machen, damit jedes Bettwäscheteil auch brav für sich allein gewaschen und getrocknet wird. Bei Bettwäsche ohne Verschlussmöglichkeiten empfehle ich die gute alte Sicherheitsnadel – die sorgt verlässlich dafür, dass auch besonders gefräßige Bezüge unter allen Umständen dichthalten!

Michi für Bettklusiv

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